Fassadensanierung Kosten: Was kostet eine neue Fassade?

Fassadensanierung Kosten liegen zwischen 50 und 250 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche – je nachdem, ob Sie nur streichen, den Putz erneuern oder eine Wärmedämmung aufbringen. Die Fassade ist die Visitenkarte Ihres Hauses und gleichzeitig der größte Energieverlustpunkt nach dem Dach.
Fassadensanierung Kosten auf einen Blick.
Die wichtigsten Eckwerte als kompakte Schnellübersicht – die vollständige Preistabelle finden Sie weiter unten:
- Fassade streichen ab 25 €/m² (ohne Gerüst)
- Putz erneuern 60–100 €/m²
- WDVS nachrüsten 120–200 €/m²
- Vorgehängte hinterlüftete Fassade 180–300 €/m²
- Einfamilienhaus gesamt: 8.000–45.000 €
Fassadensanierung Kosten: Was beeinflusst den Preis?
- Zustand des Altputzes: Risse, Hohlstellen oder Feuchteschäden erfordern eine komplette Putzerneuerung statt nur Anstrich.
- Dämmstärke: Je dicker die Dämmung, desto höher die Kosten – aber auch die Energieeinsparung und Förderung.
- Fassadengeometrie: Erker, Gauben, Vor- und Rücksprünge erhöhen den Arbeitsaufwand um 10–30 Prozent.
- Fensteranschlüsse: Bei WDVS müssen Fensterbänke, Leibungen und Stürze mitgedämmt werden.
- Gerüst: Macht 8–15 Prozent der Gesamtkosten aus. Längere Standzeit (Regentage, Verzögerungen) erhöht die Mietkosten.
Wie sich Witterung und Bauzeit auf die Kosten auswirken.
Putz- und Anstricharbeiten benötigen Temperaturen über fünf Grad und niederschlagsfreie Phasen. Wer im Spätherbst oder Winter saniert, riskiert Verzögerungen – jeder zusätzliche Gerüstmonat kostet 6 bis 12 Euro pro Quadratmeter. Für die Fassadensanierung in Düsseldorf ist die Hauptbauzeit April bis Oktober.
Eine gedämmte Fassade reduziert den Heizenergiebedarf typischerweise um 20 bis 30 Prozent – die Mehrkosten gegenüber einem reinen Anstrich amortisieren sich über die Lebensdauer mehrfach.
WDVS vs. Vorhangfassade: Was lohnt sich?
| Kriterium | WDVS | Vorhangfassade (VHF) |
|---|---|---|
| Kosten | 120–200 €/m² | 180–300 €/m² |
| Lebensdauer | 30–40 Jahre | 40–60 Jahre |
| Pflege | Anstrich alle 10–15 Jahre | Nahezu wartungsfrei |
| Gestaltung | Putzoberfläche | Holz, Metall, Schiefer, Klinker |
| Feuchteregulierung | Gut | Sehr gut (Hinterlüftung) |
Förderung für die Fassadensanierung.
Eine Fassadendämmung wird als energetische Einzelmaßnahme gefördert:
- BAFA: 15 Prozent Zuschuss (20 Prozent mit Sanierungsfahrplan). Förderfähige Kosten: max. 60.000 Euro pro Wohneinheit.
- Steuerbonus: 20 Prozent über 3 Jahre absetzbar (§ 35c EStG). Alternative zur BAFA-Förderung.
Voraussetzung: Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) der sanierten Fassade muss die technischen Mindestanforderungen erfüllen. Ein Energieberater bestätigt dies im Förderantrag.
Wann der Steuerbonus die bessere Wahl ist.
Der Steuerbonus nach § 35c EStG ist sinnvoll, wenn Sie keinen Energieberater hinzuziehen möchten oder die Maßnahme bereits begonnen haben – BAFA-Anträge müssen vor Auftragserteilung gestellt werden, beim Steuerbonus reicht die Steuererklärung. Pro Objekt sind bis zu 40.000 Euro absetzbar.
Fassadensanierung Kosten im Detail.
Die folgende Tabelle zeigt typische Arbeitspreise nach Maßnahme – die Werte gelten für Standard-Einfamilienhäuser ohne aufwendige Fassadengeometrie:
| Maßnahme | Kosten pro m² Fassade (ca.) |
|---|---|
| Fassade streichen (ohne Gerüst) | 25–40 € |
| Fassade streichen (inkl. Gerüst) | 40–60 € |
| Putz erneuern (Altputz entfernen + Neuputz) | 60–100 € |
| WDVS (Wärmedämmverbundsystem) nachrüsten | 120–200 € |
| Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) | 180–300 € |
| Klinker-Riemchen | 100–160 € |
| Gerüst (Standzeit 3–4 Wochen) | 6–12 € |
Für ein typisches Einfamilienhaus (150–200 m² Fassadenfläche) rechnen Sie mit 8.000–15.000 Euro für einen Anstrich oder 25.000–45.000 Euro für eine Komplettsanierung mit Dämmung.
Häufige Fragen zur Fassadensanierung.
Wie lange dauert eine Fassadensanierung?
Ein reiner Fassadenanstrich am Einfamilienhaus dauert ein bis zwei Wochen. Eine Putzerneuerung benötigt drei bis vier Wochen, eine Komplettsanierung mit WDVS und Fensterausschnitten vier bis acht Wochen – inklusive Gerüst, Dämmstoffaufbringung, Putzaufbau und Endanstrich.
Müssen wir während der Sanierung ausziehen?
Nein. Die Fassadensanierung erfolgt von außen, das Wohnen im Haus ist während der Bauzeit problemlos möglich. Lediglich an den Fenstern kommt es zu kurzzeitigen Einschränkungen, wenn Leibungen mitgedämmt werden – meist ein bis zwei Tage pro Fenster.
Wann amortisiert sich eine Fassadendämmung?
Die Amortisationszeit liegt je nach Energiepreisniveau und Ausgangszustand bei 8 bis 15 Jahren. Bei ungedämmten Häusern aus den 1960er bis 1980er Jahren liegt die Heizkosteneinsparung bei 20 bis 30 Prozent jährlich – mit Förderung verkürzt sich die Amortisationszeit deutlich.
Können wir Fassade und Fenster getrennt sanieren?
Möglich, aber unwirtschaftlich. Beim WDVS müssen Fensterleibungen mitgedämmt werden – ein späterer Fenstertausch beschädigt die frische Dämmung. Wer beides plant, sollte die Maßnahmen kombinieren und das Gerüst doppelt nutzen.
Fazit.
Fassadensanierung Kosten reichen von 8.000 Euro für einen Anstrich bis 45.000 Euro für eine Komplettsanierung mit Dämmung. Die Investition amortisiert sich durch niedrigere Heizkosten in 8–15 Jahren. Förderungen senken die Kosten um bis zu 20 Prozent. Bei einer Sanierung in Düsseldorf lässt sich die Fassade ideal mit Dach und Fenstern kombinieren – ein erfahrener Generalunternehmer spart Gerüstkosten durch parallele Ausführung.








































































































































































